Australien hat vor kurzem den Wert einer wissenschaftlichen Hochschulausbildung bekräftigt, der Arbeitsmarkt bietet Wissenschaftlern jedoch nur wenige Arbeitsmöglichkeiten.
Die australische Graduate Careers Australia (GCA) führte eine Längsschnittstudie mit 12.000 Absolventen des Jahres 2007 durch und veröffentlichte den Bericht „Beyond Graduation 2011“. Die Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigungsaussichten für Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge nicht rosig sind. Wie Absolventen künstlerischer Berufe fällt es auch naturwissenschaftlichen Absolventen schwer, in ihrem Berufsfeld eine Anstellung zu finden. Daher entscheiden sie sich eher dafür, die Schule wiederaufzunehmen und weiterzustudieren – einen zweiten Abschluss zu machen oder ein Masterstudium zu absolvieren.
Der Bericht kritisierte die aktuelle Forderung nach einer verstärkten Ausbildung von Naturwissenschaftlern. Experten sind der Ansicht, dass diese Forderung vor allem von Interessengruppen stammt. Arbeitgeber sollten daher ihre Einstellung gegenüber Naturwissenschaftlern ändern und ihnen mehr Wahlmöglichkeiten beim Hochschulzugang eröffnen. Zudem streben viele Naturwissenschaftler weiterhin eine Promotion an, was sich ebenfalls auf die Beschäftigungschancen auswirkt. In Australien ist die Beschäftigungssituation für Naturwissenschaftler selbst mit Promotion jedoch weiterhin nicht rosig.