Vor kurzem hat die russische Staatsduma ein Gesetz verabschiedet, das den Prozess der Hochschulabschlusszertifizierung an erstklassigen ausländischen Universitäten vereinfacht, um ausländischen Wissenschaftlern und Akademikern die Einreise nach Russland zum Studieren und Arbeiten zu erleichtern und so die Wettbewerbsfähigkeit der russischen Wissenschaftsausbildung auf dem internationalen Parkett zu steigern.
Dem Gesetzentwurf zufolge erstellt das russische Bildungsministerium eine Liste erstklassiger Universitäten, deren Abschlusszertifizierungsverfahren vereinfacht werden können. Die Bedingungen für die Auswahl dieser erstklassigen Universitäten sind: (1) Sie müssen im „Academic Ranking of World Universities (ARWU)“ und im „World University Ranking“ unter den Top 300 rangieren; (2) sie müssen aus anderen G8-Ländern stammen (darunter die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada); (3) sie müssen staatlich finanziert sein und nicht ausschließlich auf private Mittel angewiesen sein.
Russische Hochschulexperten sind allgemein davon überzeugt, dass der Gesetzentwurf die Entwicklung der Hochschulbildung in Russland fördern wird. Derzeit können ausländische Experten, die mit staatlichen Mitteln nach Russland eingeladen werden, ihre Forschungstätigkeit oft nicht in vollem Umfang durchführen oder Forschungslabore einrichten, da ihre Doktortitel nicht zertifiziert werden können.
Der Gesetzentwurf wird am 1. Februar 2012 offiziell in Kraft treten.